Lebensmittel-Labels: Wie viel Bio hinter Gütesiegeln steckt

Halten die Labels auf Lebensmitteln, was sie versprechen? Ein Überblick.

(von Daniel Böniger, Tages-Anzeiger)

Eigentlich wollen wir alle dasselbe: dass das Gemüse, das wir essen, möglichst umweltfreundlich produziert wurde. Dass es den Tieren, die wir verspeisen, gut ergangen ist. Dass Fisch nachhaltig gefischt oder gezüchtet wurde. Doch wie soll man dies kontrollieren? Häufig setzen wir auf Labels: Wer sich die Lebensmittel genauer ansieht, stösst auf einen Dschungel von bunten Emblemen – von denen kaum jemand versteht, für was genau sie stehen. Erschwerend kommt hinzu, dass Migros und Coop oft eigene Gütesiegel verwenden, die sich nur geringfügig von der Konkurrenz unterscheiden. Dies ist ein Versuch, eine grobe Ordnung zu schaffen. Zudem wurde je ein Plus- und ein Kritikpunkt herausgestrichen – alles ohne die Garantie auf Vollständigkeit.

Eine sinnvolle Orientierunghilfe für den Geniesser sind die beiden Webseiten www.labelinfo.ch und www.wwf.ch. Und wem es trotzdem zu bunt wird? Der kauft auf dem Wochenmarkt ein: Wer direkt mit den Produzenten spricht, erfährt immer noch mehr, als jedes Label zu leisten vermag.